Die Waldgebiete der beiden Basel kommen durch Klimawandel, hohe Stickstoffeinträge und zunehmende Freizeitnutzung immer mehr unter Druck. Gleichzeitig treffen im Wald und entsprechend für Waldeigentümerinnen und ihre Forstbetriebe unterschiedliche Anspruchshaltungen aufeinander, da Kanton, Einwohnergemeinden, Jägerinnen, Naturschützer, Sportlerinnen, Ruhesuchende und Andere gegensätzliche Interessen haben.
Die beiden Regierungen wollten verhindern, dass Konflikte zunehmen und zentrale Fragen isoliert und kurzfristig entschieden werden würden. Gefragt war ein gemeinsames langfristiges Bild, wie der Wald im Jahr 2050 aussehen soll, welche öffentlichen Waldleistung sicher zu stellen sind und wie Anspruchsgruppen künftig zusammenarbeiten.
bcp moderierte die Zusammenarbeit zwischen Politik, Verwaltung, Fachleuten und den im Wald aktiven Gruppen. In einem breit abgestützten Prozess entstand das Leitbild für den Wald in den beiden Basel 2050 mit acht Leitsätzen – von Klimawandel über Ressourcennutzung bis hin zu Erholung, Sensibilisierung und Finanzierung. Das Leitbild definiert, dass im Wald CO₂-Bindung und Kühleffekte gestärkt werden, wie vitale siedlungsnahe Wälder Erholung und Gesundheit bieten und wie Holz weiterhin erneuerbar und nachhaltig genutzt werden soll. Eine Revision des Waldrechts erwies sich nicht als dringend; stattdessen wurden konkrete Massnahmen und die nächsten Umsetzungsschritte der Waldpolitik abgestimmt.