Der Bereich Natürliche Personen des kantonalen Steuerarmts Solothurn ist für die Veranlagung selbständig und unselbständig erwerbstätiger Personen aber auch der Rentnerinnen und Renter im Kanton Solothurn verantwortlich. Die Abteilung war dezentral an vier Standorten organisiert. Jede dieser Veranlagungsbehörden war verantwortlich für die Veranlagung der steuerpflichtigen Personen in ihrer Region. Diese dezentrale Organisationsform offenbarte einige Nachteile: Kleinere Standorte erwiesen sich als wenig resilient bei personellen Engpässen und die dezentrale Struktur förderte das regionale Silodenken. Gleichzeitig war die personelle Ressourcensituation angespannt. Folgende Fragen stellten sich: Welche Organisationsform könnte zu einer effizienteren Nutzung der Ressourcen und zu einheitlich standardisierten Arbeitsprozessen führen und damit die Resilienz der Organisation stärken?
bcp analysierte unter Einbezug des Steueramts Solothurn die IST-Situation des Bereichs Natürliche Personen. Gemeinsam mit dem Führungsteam erarbeiteten wir eine Organisationsvision und mögliche Organisationsformen. Dazu wurden konkrete Prüfkriterien erstellt, um eine fundierte Entscheidungsfindung für strukturelle Veränderungen zu ermöglichen. Wichtig war dabei, dass die Beteiligten das Thema «Organisation» umfassend verstanden: Nicht nur Organigramme machen die Organisation aus, sondern auch die Definition von Führungsrollen, die Zuteilungsmodi von Arbeit und die Möglichkeiten zur gemeinsamen Praxisentwicklung. Das Ergebnis: Der Bereich Natürliche Personen entschied sich für eine umfangreiche Organisationsanpassung. Die Veranlagungsbehörden wurden aufgelöst und eine Organisation nach Fachlichkeit implementiert. Zudem entstanden standortübergreifende Teams, was die Rekrutierung neuer Mitarbeitenden erleichtert. bcp begleitete die Umsetzung als Sparringpartner.