Am Donnerstag, 18. September 2025, fand unser Round Table zum Thema «Pragmatisches Prozessmanagement» im Hotel Victoria in Basel statt. Im kleinen, vertraulichen Rahmen von rund 15 Teilnehmenden tauchten wir gemeinsam in zentrale Fragen rund um ein wirkungsvolles, schlankes und praxisnahes Prozessmanagement ein.

Ein funktionierendes Prozessmanagement hilft Organisationen dabei, Abläufe klar zu strukturieren, Zuständigkeiten zu klären und die Qualität nachhaltig zu sichern. In der Diskussion wurde schnell deutlich: Der Aufbau und die Pflege eines solchen Systems sind herausfordernd – nicht nur aufgrund des Aufwands, sondern auch wegen fehlender Akzeptanz, unklarer Zuständigkeiten oder begrenzter Ressourcen.

Silvia Gut, Projektleiterin Organisationsentwicklung & E-Government beim Kanton Uri, teilte im Praxisimpuls ihre Erfahrungen aus dem Aufbau eines pragmatischen Prozessmanagements in der kantonalen Verwaltung. Offen, konkret und mit einem klaren Blick auf das Machbare schilderte sie, wie sie mit Stolpersteinen, Widerständen und Erfolgen umgegangen ist. Ihre Einblicke wurden von den Teilnehmenden besonders geschätzt – gerade weil sie aus einem realen Veränderungsprozess stammten und nicht aus einem Lehrbuch.

In der anschliessenden Diskussionsrunde – moderiert von Daniel Frey und Roman Macchi – stand der kollegiale Austausch auf Augenhöhe im Zentrum. Es wurde intensiv darüber diskutiert,

  • was eine Organisation «bereit» für Prozessmanagement macht,
  • welche Rollen, Strukturen und Kompetenzen notwendig sind,
  • wie Prozessdokumentation verständlich, konsistent und aktuell bleibt
  • wie der kontinuierliche Verbesserungsprozess sinnvoll gestaltet werden kann.

Die Teilnehmenden hoben rückblickend besonders die Offenheit im Austausch, die konkreten Praxisbeispiele und die konstruktive Atmosphäre hervor. Viele nahmen Inspiration und neue Ideen mit – etwa zur schrittweisen Einführung eines schlanken Prozessmanagements, zur Etablierung klarer Rollen oder zur Nutzung bestehender Ressourcen.

Beim gemeinsamen Mittagessen und dem anschliessenden Apéro wurde der Dialog vertieft und erste Ansätze für die Umsetzung im eigenen Umfeld weitergedacht. Die Veranstaltung bot einen gelungenen Rahmen, um sich mit einer oft unterschätzten, aber zentralen Führungsaufgabe auseinanderzusetzen – mit Pragmatismus, gegenseitigem Lernen und einer guten Portion Realitätssinn.