Stabilisierung des Finanzhaushaltes von Appenzell Ausserhoden

Um den politischen Handlungsspielraum langfristig zu sichern, hat der Kanton Appenzell Ausserhoden ein Stabilisierungsprogramm für seinen Finanzhaushalt aufgesetzt. Damit die Sparmassnahmen an sinnvoller Stelle ansetzen, kommt ein partizipativer, zielgerichteter Ansatz zur Anwendung.

Wenn öffentliche Haushalte sparen möchten, greifen sie oft auf das "Rasenmäher-Prinzip" zurück und kürzen die Ausgaben linear. bcp unterstützt den Kanton Appenzell bei der Umsetzung eines Sparansatzes, der gezielt dort ansetzt, wo nachhaltige Einsparungspotenziale vorhanden sind.

Im Zentrum steht die Mitwirkung der Führungsebenen der Verwaltung: In Einzelgesprächen werden Sparpotenziale identifiziert und weiterentwickelt, verschiedene Ausschüsse wirken als Sparringpartner im Gesamtprozess mit. Diese breite Mitwirkung schafft eine verlässliche Entscheidungsgrundlage für die Regierung und erhöht Akzeptanz und Umsetzbarkeit des Stabilisierungsprogramms.

Die methodische Herangehensweise basiert auf der klassischen Portfolio-Analyse:

  • In einer ersten Phase werden die kantonalen Aufgaben nach ihrer Verzichtbarkeit und Substituierbarkeit eingeordnet.
  • Daraus wird abgeleitet, welche Sparpotenziale bei den unterschiedlichen "Sparhebeln" bestehen (Leistungsabbau Effizienzsteigerung, Make-or-Buy, Kostenteilung Kanton / Gemeinden).
  • In Vertiefungsstudien pro Sparbereich werden die identifizierten Sparpotenziale konkretisiert und mit relevanten Informationen angereichert.

Resultat ist eine umfassende Entscheidungsgrundlage zuhanden der Regierung.