Brainstorming geschafft – und jetzt?

Wer kennt es nicht, das gute alte Brainstorming. Diese beliebte Kreativitäts-Methode erfreut sich nach wie vor ungebrochener Beliebtheit. Doch was passiert mit den unstrukturierten Resultaten? Wie können diese clever aufgearbeitet und nutzbar gemacht werden? Wir stellen Ihnen eine einfache Methode vor, welche die Ergebnisse in eine bildhafte Metapher verwandelt, die verständlich, einprägsam und effektiv kommunizierbar ist.

Autor: Jonas Pfefferle
 

Auch wir bei bcp nutzen sowohl für interne als auch für externe Workshops gerne die Brainstorming-Methode. Aus gutem Grund: Sie ist leicht verständlich, einfach und liefert schnell sichtbare und kreative Ergebnisse. Doch nach Beendigung eines kreativen Workshops - noch voller Endorphine und meist auch Espressi - kommt schnell die Ernüchterung: Wie sollen die oftmals sehr rohen Ergebnisse aufgearbeitet werden, und von wem? Wie werden die erarbeiteten Informationen weitergetragen? Was wird kommuniziert, was nicht? 

Unsere Lösung: Metaphorisieren der Brainstorming-Ergebnisse

Die hier vorgestellte Methode setzt genau an diesem Punkt an. Die Weiterverarbeitung der primären Brainstorming-Ergebnisse ist ein integraler Bestandteil des Kreativitäts-Workshops. Nach Beendigung des Brainstormings werden die Ergebnisse gemeinsam gesichtet und in eine visuell darstellbare Metapher überführt. 

Eine metaphorische Darstellung ist …

  • strukturiert & durchdacht,
  • einprägsam & verständlich, und
  • gut kommunizierbar.

Step-by-Step-Anleitung zum selber Ausprobieren
Ausgehend von der Frage "Wie können wir unsere neue Strategie für die Mitarbeitenden greifbar machen und sie ihnen optimal kommunizieren?" haben wir nebenstehend ein fiktives Beispiel mit den einzelnen Schritten dargestellt.


0. Brainstorming: Wichtig ist, dass Sie die zu bearbeitende Brainstorming-Frage so offen wie möglich stellen und am Ende alle Teilnehmer einen Überblick über die erarbeiteten Ergebnisse haben. Welche der heutzutage mannigfaltigen Brainstorming-Techniken Sie nutzen, ist nicht entscheidend.

Tipp: Scheuen Sie sich nicht vor einem Online-Workshop. Das Online-Setting ermöglicht grössere Gruppen und erlaubt zudem eher stillen Teilnehmern, ihre Ideen schriftlich und / oder anonymisiert zu teilen. Man profitiert somit vom Potenzial der gesamten Gruppe und bekommt regelmässig bessere Ergebnisse als in der klassischen Version.


1. Clustern der Ergebnisse: In einem ersten Schritt werden die erarbeiteten Ergebnisse geclustert. Die einzelnen Begriffe werden gruppiert und auf einheitliche Flughöhen gebracht. Relevante Fragestellungen für diesen Schritt sind:

  • Welche Gemeinsamkeiten haben die einzelnen Stichwörter?
  • Welche Oberbegriffe fassen einzelne Stichwörter zusammen?
  • Welche übergeordneten Themen/Richtungen lassen sich erkennen?

2. Herausschälen von Wirkungsbeziehungen: In einem zweiten Schritt gilt es nun, die Beziehungen der gebildeten Cluster untereinander herauszuarbeiten. Hierbei sind folgende Fragestellungen interessant:

  • In welcher Beziehung stehen die verschiedenen Cluster?
  • Sind alle Cluster gleichberechtigt? Gibt es wichtigere und/oder grössere Cluster?
  • Gibt es Cluster, welche als Grundvoraussetzung für andere Cluster dienen?

3. Metaphorisieren und visualisieren: Nun wird es kreativ! Nachdem klar ist, in welcher Beziehung die einzelnen Cluster zueinander stehen beginnt die Suche nach einer geeignete Metapher und deren Visualisierung. Hier ist Ihrer Kreativität keine Grenzen gesetzt. Stellen Sie sich folgende Fragen:

  • Welches Bild drängt sich auf, wenn wir die Cluster und vor allem deren Beziehung betrachten? Welches Bild setzt die Cluster passend in Beziehung zueinander?
  • Wie können wir die erarbeiten Ergebnisse in einer Metapher darstellen? Und wie können wir diese Metapher visualisieren?

Viel Spass beim Ausprobieren!

"Learning by Doing" und "einfach mal ausprobieren" geht bei solchen Techniken über alles. Wir sind immer interessiert an einem Erfahrungsaustausch und freuen uns über Ihre Rückmeldungen. Und falls Sie sich beim nächsten Brainstorming lieber auf den Inhalt fokussieren möchten, stehen wir Ihnen für eine professionelle Begleitung eines solchen Workshops gerne zur Verfügung!

Melden Sie sich einfach bei Ihrem Kundenbetreuer oder bei Jonas Pfefferle.